Neben Strom gehören Daten zu den wichtigsten Ressourcen dieser Zeit. Dies gilt auch für Stromerzeuger, allen voran Betreiber von Wind- und PV-Anlagen. Umso bedauerlicher ist es, dass der Umgang mit dieser Ressource gesetzlich ebenso eingeschränkt ist wie der Ausbau der erneuerbaren Energien an sich.
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Obwohl Anlagenbetreiber das Recht besitzen, ihre Erzeugungsdaten bei den Messstellenbetreibern anzufordern, war und ist für sie die einfachste Möglichkeit, diese Daten über die Portale der Netzbetreiber abzurufen. Dabei handelt es sich um eine Dienstleistung, zu der die Netzbetreiber zwar nicht verpflichtet sind, die gleichzeitig aber die einfachste Möglichkeit für Anlagenbetreiber darstellt, an die Stromdaten ihrer Anlagen zu gelangen.
Manueller Datenabruf eingestellt
Diesem freiwilligen Dienst haben nun einige Netzbetreiber im E.ON-Verbund einen Riegel vorgeschoben. Seit November 2025 erhalten Nutzerinnen und Nutzer nur noch eine Meldung, dass der Dienst "derzeit offline" ist. Die Netze des E.ON-Verbundes begründen dies mit einer Erneuerung ihrer Datenplattform. Wann diese abgeschlossen sein wird, ist derzeit nicht bekannt; ebenso wenig, ob der Dienst tatsächlich wieder aufgenommen wird.
Falco Meyer-Hübner, Experte für kaufmännische Betriebsführung bei node.energy, kritisiert vor allem die fehlende Transparenz: "Betriebsführer haben davon erst erfahren, als sie sich eingeloggt haben, um die Daten für den Monatsbericht herunterzuladen. Jetzt stehen sie vor der Frage, wie sie ihre Daten effizient und mit wenig Aufwand erhalten.“
Der Netzverbund selbst empfiehlt, die Daten über die offizielle Marktkommunikation im Rahmen der ESA-Rolle anzufordern. Das ist jedoch keine kurzfristige Lösung und stellt Anlagenbetreiber langfristig vor zusätzliche Herausforderungen. Denn erstens ist die ESA-Rolle, wie der Name Energie-Service-Anbieter schon verrät, nicht für Erzeuger vorgesehen. Zweitens bedarf es für die Teilnahme an der offiziellen Marktkommunikation einer Fachkraft, die sich mit MSCONS, REQOTE/QUOTES- sowie APERAK-Prozessen auskennt und diese Prozesse im Unternehmen implementiert.
Eine andere Möglichkeit für Anlagenbetreiber ist die Anmeldung beim kostenpflichtigen Datenversand der Netzbetreiber. Dabei erhalten sie ihre Daten als E-Mail-Anhänge. Eine Excel-Tabelle pro Anlage, pro Monat – mit circa einer Million Datenpunkten, die wiederum verarbeitet werden müssen.
Wie erhalten Anlagenbetreiber ihre Daten?
Insgesamt ergibt sich hier ein Fall, der symptomatisch für die deutsche Strombürokratie ist: Anlagenbetreiber haben jedes Recht, ihre Daten vom für sie zuständigen Messstellenbetreiber zu erhalten. Durch die Nähe zwischen Messstellenbetreiber und Verteilnetzbetreiber haben letztere einen schnellen, digitalen und vor allem komfortablen Weg geschaffen, an diese Daten zu gelangen, den Anlagenbetreiber naturgemäß genutzt haben.
Da es aber weder einen gesetzlichen noch einen finanziellen Anreiz für die Netzbetreiber gab und gibt, steht nun mindestens der erste Netzverbund offenbar vor der Entscheidung, diesen Dienst einzustellen. Das ist rechtlich zulässig. Allerdings stehen Anlagenbetreiber damit zunächst ohne praktikable Alternative da.
Die ESA-Rolle als Brückenbauer
Doch es gibt eine Lösung: Auch wenn die ESA-Rolle nicht für Anlagenbetreiber bestimmt ist, offenbart die aktuelle Situation doch eine Lücke in der Marktkommunikation: die des Energie-Service-Anbieters. Also eines Unternehmens, das genau die Brücke zwischen den theoretischen Rechten der Anlagenbetreiber und einer praxistauglichen, komfortablen Umsetzung baut.
„Wir können die vielen Lücken schließen, die die Arbeit von Anlagenbetreibern erschweren, und verfügen mit der ESA-Rolle im Rahmen der offiziellen Marktkommunikation über einen sicheren und beständigen Weg, um die Daten im Auftrag der Betreiber zu beziehen,“ erklärt Falco Meyer-Hübner, Experte für kaufmännische Betriebsführung bei node.energy. Zugleich übernehmen Energie-Service-Anbieter die formale Kommunikation mit Messstellen- und Netzbetreibern und halten Systeme bei Änderungen der Marktkommunikation aktuell.
Verlässliche Daten und Visualisierung in opti.node
node.energy, Marktführer von Softwarelösungen für Anlagenbetreiber, nutzt unter anderem genau diese ESA-Rolle, um für seine Kunden einen verlässlichen Datenempfang einzurichten. Darüber hinaus werden die Daten in der Software opti.node für Anlagenbetreiber transparent aufbereitet und grafisch oder tabellarisch dargestellt. So haben Anlagenbetreiber die Bewegungsdaten ihrer Anlagen stets im Blick – aktuell, verlässlich und anschaulich.









